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Traumstrände
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Laurisilva
Laurisilva en El Cedro
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La Gomera

Die 373 km2 große Insel ist die zweitkleinste der Kanaren. Auf ihr leben rund 16.000 Einwohner, die sowohl von der Landwirtschaft und dem Fischfang leben als auch in zunehmendem Maße vom Tourismus. Die Insel gleicht - wie Gran Canaria - der Form eines Kreises und ist in der West-Ost-Ausdehnung 25 km und in der Nord-Süd-Ausdehnung 22 km. Im Norden ist die Insel abgeflacht und das gebirgige Inselzentrum liegt auf einer Höhe von 800 - 1.000 m. Die höchste Erhebung ist mit 1.487 m der Garajonay. Vom Inselzentrum aus verlaufen annähernd 50 Schluchten (Barrancos) zur überwiegend steilen Küste.

Die zweitkleinste der kanarischen Inseln ist ein wahres Paradies für Erholungssuchende, die ihren Urlaub fernab vom Massentourismus verbringen möchten. Bereits in den Sechziger Jahren wurde die Insel zum Anzugspunkt für Hippies und Aussteiger, die hier einen alternativen Lebensstil suchten. Hauptattraktion ist hier die facettenreiche Natur mit ihren seltenen Pflanzenarten und ungewöhnlichen Bergformationen. Tatsächlich bildet die gesamte Oberfläche der Insel eine einzige große Schlucht. Dadurch entstanden die charakteristischen, von steilen Wänden eingeschlossenen Täler, die das Aussehen der Insel prägen.

In der Hochebene findet man den uralten Lorbeerwald, den Laurisilva, der immer in Nebel eingehüllt zu sein scheint. Diese Art von Wald bedeckte einst den ganzen mediterranen Raum. Heute ist er in seiner ursprünglichen Form nur noch auf dieser kanarischen Insel zu finden. Daneben gibt es auf Gomera -begünstigt durch den Passatwind- etwa 400 Gewächse, die sonst schon vor Millionen Jahren ausgestorben sind.

Der Nationalpark von La Gomera

Ohne Zweifel gehört der Naturpark Garajonay zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von La Gomera. 1981 wurde das außergewöhnliche Waldgebiet zum Nationalpark erklärt. Vier Jahre später nahm die UNESCO das Gebiet mit seinem einzigartigen "Bosque del Cedro" und seinem artenreichen Lorbeerwald, die den Hauptbestandteil des Nationalparks ausmachen, in die Liste der schützenswerten Kulturgüter der Menschheit auf. Der Park nimmt etwa zehn Prozent der Inseloberfläche ein und beheimate neben seltenen Pflanzen auch vom Aussterben bedrohte Taubenarten. Gut markierte Wanderwege erleichtern die Erkundung des Parks und ein Besucherzentrum informiert über Flora und Fauna und bietet zudem Führungen durch das Gebiet an.

Kolumbus' Erbe

Historisch gesehen spielte La Gomera vor allem bei der Entdeckung Amerikas eine wichtige Rolle, weswegen sie auch die kolumbinische Insel genannt wird. In der Hauptstadt San Sebastián machte Kolumbus Halt, bevor er zu seiner Expedition aufbrach und sie wurde zu einem traditionellen Anlaufpunkt auf dem Weg in die neue Welt. Aus dieser Ära sind heute noch der Grafenturm und sowie das Haus des Kolumbus und das Haus des Zolls erhalten. Neben der Hauptstadt sind auch malerische Orte wie Agulo, Hermigua oder Chipude einen Besuch unbedingt wert.

Ein weiterer interessanter Ausflugsort ist die Quelle Chorros de Epina, auf der Strasse nach Vallehermoso. Das Wasser soll Krankheiten heilen und fast magische Wirkung haben. Im Sommer findet in Epina eine Fiesta mit alter gomerianischer Folklore, Musik und Tänzen statt. Zu den Gebieten die dem Tourismus am Besten erschlossen sind gehört Valle Gran Rey, das "Tal des großen Königs". Hier gibt es einige schöne Strände, die einen Badeurlaub ermöglichen. Betonung wird hier jedoch darauf gelegt, das alle touristischen Angebote im Einklang mit der Natur stattfinden. Daneben gibt es rund um die Playa de Santiago kleine Hotels und Pension, die Übernachtungsmöglichkeiten anbieten.

Historische Andenken

Auch die Zeit vor der spanischen Herrschaft ist auf La Gomera noch sichtbar. Noch immer gibt es die Höhlenwohnungen, in denen die ursprüngliche Töpferei der Ureinwohner betrieben wird. Ein anderes Überbleibsel aus prähispanischen Zeiten ist der Gebrauch der Silbo. Dabei handelt es sich um eine aus Pfeiftönen bestehende Sprache. Zwischen den Tälern und Schluchten dient diese Art der Kommunikation, die durch Tonhöhen- und Längen artikuliert wird, zur Übermittlung von Nachrichten. Diese Art der Gomeros, sich über Entfernungen hinweg zu verständigen ist auf der Welt einzigartig.

San Sebastian

San Sebastian ist die Hauptstadt Gomeras und durch seinen Hafen Ein- und Ausgangspunkt der Insel. Auch wenn San Sebastian mit ca. 4.500 Einwohnern der größte Ort der Insel ist, so geht es hier dennoch noch immer ruhig und beschaulich zu. Es gibt keine großen Hotels, die Urlauber wohnen zumeist in schönen Bungalow- oder Appartementanlagen. Es gibt zwei Hauptgeschäftsstraßen mit allen wichtigen Geschäften, jedoch darf man keine riesigen Supermarktanlagen erwarten. Schöne Häuser mit grünen Vorgärten erstrecken sich entlang der Straßen. Vom Hafen aus verläuft eine Promenade am sandigen Hauptstrand entlang. Von San Sebastian als Ausgangspunkt lassen sich sehr gut unterschiedliche Inseltouren unternehmen.

Valle Gran Rey

Valle Gran Rey ist ein etwa 7 Kilometer langes und üppig bewachsenes Tal mit einem der wenigen Sandstrände auf Gomera. Hier gedeihen verschiedenste Früchte wie Bananen und Papayas. Es ist gleichzeitig die bekannteste und beliebteste Region für Urlauber und Aussteiger. Das Tal mit seinen terrassenförmigen Feldern wird umrahmt von einer grandiosen Bergwelt. Auch wenn es hier die meisten Urlauberunterkünfte auf Gomera gibt, hat sich die Region ihre Ursprünglichkeit und das besondere Flair bewahrt. Im Ort gibt es verschiedene Restaurants, kleinere Geschäfte, Banken und Apotheken und einige urige Bars. Die drei kleinen und dunklen Strände des Tals sind naturbelassen und steinig. Es gibt einen kleinen Hafen. Das Tal eignet sich auch sehr gut als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Inselinnere.

Playa de Santiago

Playa de Santiago ist ein kleines Fischerdorf und an der Südostküste Gomeras gelegen. Eine Mole schützt den etwa 150 Meter langen, grobsteinigen und schwarzen Naturstrand sowie den kleinen Hafen. Bei starker Brandung sollte man beim Baden jedoch besondere Vorsicht walten lassen. Im Ort selbst gibt es neben einigen einfachen Restaurants verschiedene kleine Geschäfte, einen Supermarkt, eine Bank und Apotheke. Playa de Santiago ist einer der sonnenreichsten Flecken Gomeras.

Palmera guarapera
Cerámica
Tambores
Puerto
Parque de Garajonay
Hermigua

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