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Lanzarote
Woher der Name "Lanzarote" kommt, dafür gibt es verschiedene Thesen. Antonio de Nebrija leitet Lanzarote von den Wörtern "lanza-rota" (kaputte Lanze) ab, da dem Eroberer Juan de Bethencourt beim Betreten der Insel eine Lanze brach. So schön diese These auch klingt, beweisbar ist sie nicht und auch ungewöhnlich, da es im Spanischen korrekt "lanza-quebrada" (gebrochene Lanze) heißen müsste. Eine weitere These ist, daß "Lanzarote" im Lateinischen ein Art Harz oder Gummi ist. Auf dieser Insel gibt es unglaublich viele Sträucher, "Tabaiba" genannt, ihr Saft ist süß und dickflüssig, würdig um im Namen der Insel verewigt zu werden. Eine weitere Variante ist folgende: Im XIII Jahrhundert lebte ein Händler aus Genua, er hieß Lancilotto Maloxelo. Er bereiste eine Insel, die von den Eingeborenen Tytheroygatra genannt wurde. Er führte 15 Jahre lang Handel mit diesem Eiland und benannte es daraufhin nach sich selbst: Lanzarote. Nach Angaben der ersten Besucher dieser Gegend gab es 6 Kanarische Inseln, ohne die 5 kleineren Inseln zu berücksichtigen, die das Chinijo-Archipel bilden. Man glaubt, dass damals die Inseln Fuerteventura und Lanzarote miteinander verbunden waren. (Diese beiden Inseln und auch Lobos, werden nicht einzeln erwähnt).
Lanzarote, fremdartig, bizarr, vergleichbar mit einer Mondlandschaft. Keine Grünflächen, kaum Bäume, viel schwarze Lavamasse. Spröde Schönheit. Schwarz. Von Urgewalten geprägt. Mit brodelnd-heißem Untergrund. Serpentinen für Sportsüchtige. Das Feuer der Erde schuf eine Insel der Naturwunder.
Lanzarote, die am weitesten nordöstlich gelegene Insel des Archipels, nur 125 km vom afrikanischen Festland entfernt, ist mit einer Gesamtfläche von 795 km2 die viertgrößte der Kanarischen Inseln. Unbeeindruckt lässt diese Insel keinen. Manche, die sie einmal erlebt haben, kommen Jahr für Jahr immer wieder, erliegen ihrem gewaltigem Reiz. Andere sind erschrocken von so viel Stein, Hitze, quellender Lava und rauer Landschaft und einer glühenden Sonne. Unter dieser Insel, daß merkt man, kocht der Vulkan - im Moment zum Glück auf kleiner Flamme.
ANeben Meer und Strand ist es gerade das Herbe und Spröde, das die Touristen anzieht. Die Sinne werden von einer Urkraft der Elemente gereizt. Feuer und Wasser liegen ganz dicht nebeneinander. Denn natürlich ist Lanzarote, neben allem Vulkanischen, auch eine Bade-Insel.
Anders als auf Fuerteventura gibt es auf Lanzarote neben den vielen ausländischen Dauerresidenten auch Menschen, die nicht nur vom Tourismus leben. Die Einheimischen betreiben Fischerei und in der Umgebung der weißen Dörfer trifft man heute noch auf eine recht eigentümliche, traditionsreiche Landwirtschaft. Nirgendwo sonst wird der Wein so angebaut wie auf Lanzarote. Die Reben werden in kleinen, von Mäuerchen umgebenen Trichtern aus Schlacke gezogen, in denen der sich sammelnde Tau für die notwendige Feuchtigkeit sorgt. Die Hotels blieben in der Tat niedrig, die Landschaft wurde weitgehend geschont. Das Ensemble aus urwüchsiger, vulkanischer Natur, intaktem Leben der Bevölkerung, Meer und der sensibel komponierten touristischen Infrastruktur machen das Erlebniswerte der Insel Lanzarote aus. Costa Teguise und Puerto del Carmen sind die touristischen Hotspots dieser eigenwilligen Insel, die von der Unesco als Biosphärenreservat anerkannt ist.
Obwohl sich die Insel von Nordost nach Südwest nur etwa 60 km und von West nach Ost gerade mal 20 km weit ausdehnt, gibt es doch deutlich voneinander zu unterscheidende Landschaften: Endlose Schlacke- und Aschefelder bedecken vor allem den Westen dort, wo in den Montañas del Fuego - den Feuerbergen - das Inferno begann. Sie bilden den gleichnamigen Nationalpark Lanzarotes. Der Süden ist trocken, nur sehr dünn besiedelt und wegen seiner goldenen Traumstrände um El Papagayo bei Urlaubern überaus beliebt. Die Inselmitte wird für ihre kuriosen Weinanbaugebiete um La Geria gerühmt und läuft an der Ostküste in die kalkweißen Touristenhochburgen Puerto del Carmen und Costa Teguise aus, die ihrerseits die Hauptstadt Lanzarotes, Arrecife, einrahmen. Überraschend bunt und üppig breitet sich schließlich der Norden um die Kleinstadt Haría aus, die das Zentrum der Agrarregion bildet. Nicht zu vergessen sind die drei Eilande La Graciosa, Montaña Clara und Alegranza, die sich nach Norden hin wie Farbkleckse aus Lanzarotes Palette gelöst zu haben scheinen. ontinuas expediciones al Archipiélago canario.
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